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Glass Industry News

speed’line überzeugt mit kürzesten Taktzeiten

, Bystronic glass/bystronic-glass.com

Der hohe und stetig wachsende Anteil an Dreifach-Isolierglas zwingt die Isolierglashersteller, ihre Fertigungsprozesse der Nachfrage anzupassen. Passend dazu bietet Bystronic glass die speed’line, auf der sich Dreifach-Einheiten in der gleichen Zeit herstellen lassen, in der andere Linien Zweifach-Einheiten fertigen. Die Produktionslinie beinhaltet zwei hintereinander angeordnete tps’applicator Komponenten, den neuen speed’assembler zum schnellen Zusammenbauen und Gasfüllen der IG-Einheiten sowie den Versiegelungsautomaten speed’sealer.

„Für die schnelle Fertigung von Dreifach-Isolierglaseinheiten sind drei Arbeitsschritte mit entscheidend: die Applikation der Abstandhalter, das Gasfüllen der Scheibenzwischenräume und die Versiegelung der Einheiten“, erklärt Klaus Puschmann, Produktmanager bei Bystronic glass. In der speed’line sind alle drei Prozesse optimal auf die Fertigung von Dreifach-Einheiten ausgelegt und ermöglichen schnellste Taktzeiten.

Zwei Abstandhalter gleichzeitig applizieren

Das Aufbringen der Abstandhalter erfolgt bei der speed’line durchgängig automatisiert über zwei hintereinander angeordnete tps’applicator Komponenten. Für einen maximalen Durchsatz werden die thermoplastischen Warm-Edge-Abstandhalter TPS® nahezu zeitgleich auf die Glastafeln 2 und 3 der Dreifach-Isolierglaseinheiten aufgebracht. Das gewährleistet den kontinuierlichen und schnellen Nachschub an Glastafeln mit Abstandhaltern. Wie bei TPS® üblich wird der jeweils benötigte Abstandhalter direkt auf die Glastafel appliziert – eine separate Vorproduktion oder Bereitstellung passender Abstandhalter ist nicht nötig. Das Material aus dem Fass wird bei etwa 120 Grad Celsius in einem patentierten und bewährten Verfahren als Strang appliziert. „Somit ist eine echte, auftragsbezogene Produktion ohne Zeitverluste möglich, ohne dass die Aufträge in Standard- und Sonderformate einzuteilen sind oder die Einheiten anschließend sortiert werden müssen. Selbst wechselnde Formen und Formate mit unterschiedlichen Scheibenzwischenräumen beeinflussen die Flexibilität der speed’line nicht, da sie ohne manuelle Eingriffe oder Rüstzeiten auskommt: Die gewünschten Applikationsprozesse werden durch die zuvor hinterlegten Produktionsdaten ausgelöst“, erläutert Klaus Puschmann.

Beide Scheibenzwischenräume zeitgleich mit Edelgas füllen

 

Das schnelle Zusammenbauen, Gasfüllen und Verpressen der Einheiten für die Dreifach-Isolierglasfertigung übernimmt der erstmals auf der glasstec 2012 präsentierte speed’assembler. Bisher lief das Gasfüllen der beiden Scheibenzwischenräume von Dreifach-Einheiten immer sequentiell ab: Zuerst wurde der erste Scheibenzwischenraum mit Edelgas gefüllt und anschließend der zweite. „Unser neuer speed’assembler füllt erstmals beide Scheibenzwischenräume von Dreifach-Einheiten gleichzeitig mit Edelgas. Das kommt der Taktzeit zugute, denn es spart pro Einheit die Hälfte der Füllzeit“, berichtet Klaus Puschmann und erklärt: „Möglich ist dies durch eine optimierte Fülltechnologie, die mit doppelt so vielen Gasdosier-Einheiten wie bisher üblich arbeitet. Die Gasfüllung erfolgt über einen Füllspalt an der festen Pressplatte und einen zweiten an der fahrbaren Pressplatte. Die mittlere Glastafel ist dabei durchgängig unterstützt, sodass ein Abgleiten schwerer Glastafeln verhindert wird.“ In der Tandem-Version des speed’assembler ist diese neue Fülltechnologie jeweils auf der Einlaufseite und auf der Auslaufseite vorhanden. So können zeitgleich zwei gasgefüllte Dreifach-Isolierglaseinheiten entstehen. Neben TPS®-Isolierglaseinheiten können mit der neuen Fülltechnologie im speed’assembler auch Einheiten mit konventionellen oder flexiblen Abstandhaltern verarbeitet werden. Dabei erweist es sich als weiterer Vorteil, dass die Dreifach-Einheit in einem einzigen Arbeitsschritt verpresst wird. Bisherige Zusammenbauautomaten benötigen dazu zwei Arbeitsschritte, wobei die erste Kammer der Dreifach-Einheit und damit auch die Butylschnüre auf den Abstandhaltern immer zwei Mal gepresst werden. Falls die Butylschnüre dieser doppelten Verpressung nicht standhalten, können sie zur Schwachstelle der gesamten Isolierglaseinheit werden – mit der Folge, dass der gasgefüllte Scheibenzwischenraum undicht wird.

In zwei Umläufen schnell und flexibel versiegeln

Im letzten Schritt der Isolierglasfertigung macht der speed’sealer das schnelle und flexible Versiegeln von Dreifach-Isolierglaseinheiten in zwei Umläufen möglich. Somit fallen selbst bei der Produktion von Einheiten mit wechselnden oder asymmetrischen Scheibenzwischenräumen keine Rüstzeiten für einen Düsentausch an. Das Herzstück des schnellen Versiegelungsautomaten ist sein dynamischer Mischer. „Im Gegensatz zu dem in der Branche üblichen, statischen Mischer arbeitet der dynamische mit einem deutlich reduzierten Materialdruck. Gleichzeitig stellt er mit einem Volumenstrom von bis zu sechs Litern pro Minute eine maximale Materialmenge zur Verfügung“, erläutert der Produktmanager. So kann der speed‘sealer selbst tiefe Randeinstände von Rechteckeinheiten und Modellformaten deutlich schneller versiegeln als andere Automaten. Was ihn zusätzlich von anderen Versiegelungsautomaten unterscheidet, ist sein automatisches Materialwechselsystem, das einen bedienerlosen Wechsel des Versiegelungsmaterials – beispielsweise von Polysulfid auf Silikon – innerhalb von zwei Minuten erlaubt.

„In der speed’line sind also die drei wesentlichen Prozessschritte der Isolierglasproduktion perfekt auf die schnelle Fertigung von Dreifach-Einheiten ausgelegt – wobei die Linie selbstverständlich auch Zweifach-Einheiten in beeindruckender Taktzeit produzieren kann“, verdeutlicht Klaus Puschmann. Hierfür hat Bystronic glass ein spezielles Berechnungsprogramm entwickelt, das unter Vollkosten die Rentabilität der Investition in die neue Technologie kalkuliert. Für die vorliegenden Produktionspläne der Kunden ist ausweisbar, wie groß die Zeitersparnis ist und wie viele Isolierglaseinheiten zusätzlich produziert werden können.

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