EnEV 2013 und EnEV easy

Die neue EnEV nimmt konkretere Formen an, so dass eine erste Analyse der Konsequenzen für Fenster, Fassaden, Türen und Glas notwendig ist. Deshalb haben Bauphysiker des ift Rosenheim die Entwurfsvorlage gründlich analysiert. Die wichtigsten Fakten werden nachfolgend kurz zusammen gefasst; eine ausführliche Analyse und Kommentierung steht auf der ift Website zur Verfügung. Der aktuelle Stand wird in einem Workshop auf den Rosenheimer Fenstertagen am 12. Oktober diskutiert.

Ein erster Vorentwurf der „Zweiten Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung vom 28.03.2012 (EnEV 2013) liegt vor und wird zur Zeit intensiv diskutiert. Bis zur Endversion sind noch Änderungen zu erwarten, auch im Hinblick auf die Neubesetzung des Bundesumweltministeriums. Dennoch ist eine Analyse des Entwurfs sinnvoll, um sich auf die Änderungen frühzeitig vorzubereiten und auch um politischen Einfluss bei der weiteren Ausarbeitung zu nehmen. Im aktuellen Entwurf wird die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen stark betont, jedoch ist eine solche Abschätzung immer eine Wette auf die Energiepreise der Zukunft. Eine Energiewende sollte auch die möglichen Folgekosten des Klimawandels und die Entsorgungskosten des Atommülls einrechnen. Es ist auch unklar, wie mit dem vorliegenden „zahmen“ Entwurf die Anforderungen der europäischen Gebäudeenergie-Richtlinie und die ehrgeizigen CO2-Reduktionsziele erreicht werden können. Nachfolgend werden die wichtigsten Auswirkungen auf Fenster, Glas und Fassaden kurz beschrieben.

Wichtige Aspekte der EnEV 2013 und Änderungen zur EnEV 2009:

- Kompakte nicht gekühlte Wohngebäude von 100-2.000 m² Nutzfläche (bei Luft-Wasser-Wärmepumpen < 500 m²) mit einer Geschosshöhe von 2,5-3,0 m. Das Kompaktheitskriterium ist mit (Umfang)² < 20 x Grundfläche einzuhalten.

- Gebäude mit einer maximalen Fensterfläche < 30% pro Fassadenrichtung und einem Dachflächenfensteranteil < 15% der Dachfläche.

- Im Gebäude dürfen Bauteile mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von U > 1,2 W/(m²K) eine Gesamtfläche von 8 m² (Haustür, Kellertür, Fenster etc.) nicht überschreiten.

- Die Wärmebrücken müssen den Anforderungen von DIN 4108 Beibl. 2. entsprechen.

- Ein Blower-Door-Test muss durchgeführt werden.

Eine ausführliche Analyse steht auf der ift Website im Pressebereich zur Verfügung (www.ift-rosenheim.de/presse/Themendienst). Diese enthält auch Aussagen zum Nichtwohnungsbau und zum sommerlichen Wärmeschutz.

17.09.2012, ift Rosenheim GmbH/ift-rosenheim.de

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