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Kanada verbietet giftige BabyflaschenBisphenol A wird in Kanada jetzt als "gefährliche Substanz" eingestuft – mit dem Ergebnis, dass Baby-Plastikflaschen aus Polykarbonat verboten werden. Diese Fläschchen sind beliebt, weil sie leichter und bruchsicherer sind als ihre Glas-Pendants. Was Muttis oft nicht ahnen: BPA wirkt ähnlich wie Östrogen. Herstellung, der Import oder Verkauf von Babyplastikfläschchen aus Polykarbonat, für das als Grundbaustein das umstrittene Molekül Bisphenol A (BPA) verwendet wird, soll in Kanada künftig verboten sein. Das kündigten der kanadische Gesundheitsminister Tony Clement und Umweltminister John Baird an. Damit ist Kanada weltweit das erste Land, das BPA verbietet. Möglich wurde dieser Schritt, weil die kanadische Gesundheitsbehörde BPA jetzt offiziell als "gefährliche Substanz" einstuft. Mehrere Supermarktketten im Land reagierten prompt und nahmen BPA-haltige Babyprodukte und Verpackungen aus den Regalen. Auch in den USA, so kündigte Wal-Mart an, würden diese Waren vom Markt genommen. Die Babyplastikfläschchen sind beliebt, weil sie leichter und bruchsicherer sind als Glas. Ihr Nachteil: Beim Erwärmen oder im Kontakt mit sauren Substanzen können sich einzelne BPA-Moleküle herauslösen. Und so in den menschlichen Körper gelangen. BPA wirkt hier ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Der Stoff steht zudem im Verdacht, Fettsucht, Diabetes, Krebs und Erbschäden zu verursachen. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) bescheinigt BPA "eine geringe akute Giftigkeit". Es gebe allerdings "keine Hinweise auf eine Krebs auslösende Wirkung". Die Chemikalie wird auch bei der Innenbeschichtung von Konservendosen, bei Zahnfüllungen, Verpackungen und Spielzeug verwendet. Kinder bis 18 Monate gefährdet Einfluss von Geldgebern auf Studienergebnisse Risiken heruntergespielt Das Umweltbundesamt fordert seit Jahren ein BPA-Verbot für Verpackungen und Kinderprodukte. Professor Jürgen Rochlitz, Beiratsmitglied der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG), appelliert: "BPA und andere hormonartige Substanzen haben in Produkten des täglichen Bedarfs absolut nichts verloren." CBG-Vorstandsmitglied Philipp Mimkes ergänzt: "Es ist ein Skandal, dass Bayer, Dow und Co. die Risiken von BPA jahrzehntelang heruntergespielt haben. Deutsche und europäische Behörden müssen endlich reagieren." 05.05.2008, welt.de News material on the Site is copyright and belongs to the Company or to its third party news provider, and all rights are reserved. Any User who accesses such material may do so only for its own personal use, and the use of such material is at the sole risk of the User. Redistribution or other commercial exploitation of such news material is expressly prohibited. Where such news material is provided by a third party, each User agrees to observe and be bound by the specific terms of use applying to such news material. We do not represent or endorse the accuracy or reliability of any of the info contained in any news or external websites referred to in the news.
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